Zur Freude der Menschen
Einen heiteren Tanz zur Freude der Menschen – den gibt es am Sonntag, dem 1. Februar, auf dem Vorplatz des Landratsamtes. Es ist ein seltenes Spektakel, zu dem alle Aisinger Bewohner, die es sich einrichten können, gerne eingeladen sind. Bitte vormerken, um 17:30 Uhr geht es los! Die Kolbermoorer Schäffler werden ihren Tanz zeigen, zu dem eine Vielzahl an Figuren und Formationen wie Laube, Kreuz, Schlange und Krone gehören.
1517, vor mehr als 500 Jahren, soll er zum ersten Mal in München gezeigt worden sein. Die Pest, die immer wieder in der Stadt München wütete, hatte die noch lebenden Bürgerinnen und Bürger zermürbt. Ein namentlich unbekannter Schäffler, also ein Faßmacher, soll beschlossen haben, dem Leid mit einem Tanz etwas entgegenzusetzen. Berufskollegen schlossen sich an und so entstand der erste Schäfflertanz, sehr zur Freude der geplagten Münchnerinnen und Münchner.
Einen Beleg für diese Geschichte gibt es nicht, trotzdem gilt 1517 als die Geburtsstunde des Schäfflertanzes. Selten ist dieses Spektakel, denn es wird nur alle sieben Jahre aufgeführt. Warum das so ist, dazu gibt es lediglich Vermutungen. Eine besagt, dass die Pest angeblich alle sieben Jahre in die Stadt zurückkehrte. Eine andere Vermutung nennt Herzog von Bayern Wilhelm IV., der in einer Anordnung einen Zeitplan für die Bräuche der Zünfte formulierte. (Übrigens, Wilhelm IV. hat noch andere Spuren hinterlassen, denn er war es, der 1516 das bis heute geltende Reinheitsgebot für das bayerische Bier erließ.)